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05.06.2005

'Aila' ist zur neuen Tierheim-Chefin befördert worden

Vielleicht erinnern Sie sich? Im letzten Sommer wurde unsere 'Tierheim-Katze' Weißchen in Arzberg überfahren. Sie war von Anfang an mit uns Menschen zusammen dabei, während der ganzen langen Aufbau-Phase des Tierheimes. Zum Gedenken haben wir Weißchen auf der Homepage unserer Web Site 'verewigt' (Photo: die weiße Katze auf dem Hochsitz).

Seit heute hat Weißchen eine würdige Nachfolgerin: unsere 'Baumkatzen-Mama' Aila. Aila ist seit Sommer 2004 bei uns; sie stammte zusammen mit ihren 6 Kitten als Fundkatzen aus Eulenau. Aila war bei uns monatelang überaus scheu und ängstlich; sie ließ sich nicht freiwillig anfassen. Als ehemalige Freigängerin fühlte sie sich bei uns eingesperrt, v.a. mit anderen Katzen zusammen in einem Raum war ihr zuviel Nähe.

Da uns bewusst war, daß eine Vermittlung für Aila schwierig würde, beschlossen wir, einen anderen Weg zu gehen: Aila erhielt diesen Frühling ihr eigenes 'Appartment', und zwar hinter dem Tierheim-Gebäude, zwischen dem Eingang zum Freigehege und dem Keller-Eingang.

Ab diesem Tag blühte Aila auf: Sie freute sich ihres Lebens, beobachtete die anderen Katzen im Freigehege aus wohliger Distanz, schaute stundenlang den Vögeln zu. Von Langeweile oder Einsamkeit, die wir befürchtet hatten, keine Spur.

Auch uns gegenüber taute Aila auf: Plötzlich wurde sie neugierig, zutraulich und lässt sich nun auch streicheln.

Heute war es für Aila endlich so weit: Gegen 11.00 Uhr öffneten wir die Vortür zum Freigehege und Aila durfte nach draußen spazieren gehen. Sie ging ganz langsam in Richtung Garten, schaute sich die Voliere an und suchte immer wieder Schutz am Zaun.

Als wir sie riefen, kam sie sofort angerannt und ließ sich streicheln. Später lief sie zu den Garagen und zum Freigehege, wo natürlich die anderen Kätzchen ganz aufgeregt zu ihr hinausschauten.

Wir ließen Aila dann allein, schauten ab und zu nach ihr; sie blieb immer in der Nähe. Gegen 17.00 Uhr fing es zu regnen an, und Aila ging daraufhin allein in den Vorraum des Kellers.

Morgen lassen wir sie wieder raus :-) Aila ist nun zu unserer 'Hauskatze' geworden.

Bilder folgen.

 
03.06.2005

Carita und Kerry - Kescher nicht mehr notwendig

Carita und Kerry haben sich nun beruhigt. Wir benötigen seit heute keinen Kescher mehr, um ihre Quarantänebox zu säubern.

Es wird jedoch Zeit und viel, viel liebevolle Zuwendung brauchen, bis die beiden den Menschen wieder so uneingeschränkt vertrauen, wie sie es früher getan hatten.

 
02.06.2005

Zaun-Durchgang für Gänse

Herr Powa, Mitglied des AIN Arzberger Igel- und Naturfreunde e.V., rief vor ein paar Tagen spontan an und fragte, wie er behilflich sein könnte. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Vera M. Besler und Herr Powa haben nun eine Türe in den neuen Zaun des Gänse-Freigeheges gebaut (siehe Tagebuch-Eintrag vom 27.04.2005).

Ab Mittag bis in die späten Abendstunden des gestrigen Tages hämmerten und schraubten sie bei schönstem Wetter draussen hinter dem Tierheim-Gebäude.

 
31.05.2005

Carita und Kerry - Frontbericht von der 'Kampfzone Quarantäne'

Die Quarantäneboxen der beiden sehr verstörten Katzen Carita und Kerry (siehe gestrige Tagebuch-Eintragungen) können nur unter sehr erschwerten Bedingungen gereinigt werden:

Eine Person lenkt die Katze ab, die andere versucht, mit dem Kescher (einer Art überdimensionalem Schmetterlingsnetz) die Katze einzufangen. Dann wartet einer mit der Katze im Kescher (die Katze wehrt sich dabei heftig), bis die üblichen Säuberungstätigkeiten der Quarantänebox beendet worden sind.

Die Miez Carita springt direkt auf den Menschen zu, immer in Kampfstellung, Ohren flach angelegt, Pfoten hauen auf alles, was man geben möchte, auch auf die Futter- und Wassernäpfe. Deshalb ist eine normale Versorgung unmöglich. Carita ist ganz fertig, sie benimmt sich wie eine Wildkatze. Als hätte sie eine Kampfkatzen-Ausbidlung hinter sich.

Bei Kerry erinneren wir uns genau, er war hier unser Liebling, als er da war. Abends durfte er oft mit ins Büro und im Flur umherlaufen, da er ja schon sehr feuriges Temperament hatte und die anderen Katzen oft wie ein Halbstarker vermöbelte.
Trotzdem schmuste und erzählte er gern mit uns und gab auch 'Köpfchen'.

Auch Kerry ist jetzt völlig verstört und greift uns an; auch seine Quarantänebox kann nur gereinigt werden, wenn man ihn zuerst mit dem Kescher einfängt. Von Zutrauen zum Menschen keine Spur mehr.

Die beiden Katzen müssen nun erst wieder Vertrauen finden. Das kann leider lange dauern.

 
30.05.2005

Auch Kater Kerry zurück

Auch der kleine Kater Kerry kam heute zu uns zurück.

Er wurde von den Übernehmern zurückgebracht, weil er die 2 1/2 Jahre alte Tochter 'angegriffen' hatte.

Als wir Kerry abgaben, war er ein lieber und verschmuster Kater. Nun ist er verstört und aggressiv; er greift sogar uns an.

Leider haben wir während den letzten Jahren immer wieder die Erfahrung machen müssen, daß sich Eltern bei der Anschaffung einer Katze überhaupt keine Gedanken darüber machen, ob ihre Kinder reif genug sind, um mit einem Tier umzugehen.

Zwei Beispiele:

* Wenn eine Katze ein Kind anspringt, muß seine Körperkoordination genug ausgereift sein, um nicht gleich hinzufallen.

* Das Kind muß reif genug sein, um zu begreifen, daß es sich beim neuen Mitbewohner nicht um ein 'Spielzeug' handelt, welches man jederzeit nach Belieben und ohne Vorwarnung mit seinen Händen ergreifen und nach 'Gebrauch' einfach in die nächste Ecke werfen kann.

Dies sind nur zwei von vielen Beispielen, in denen Kinder (aus Unwissenheit, nicht Bosheit) mit einer Katze völlig falsch umgehen. Je nach Charakter (und Möglichkeit der Wohnungseinrichtung) wehrt sich eine Katze mit Fauchen und Kratzen oder sie flieht und versteckt sich - auf jeden Fall entwickelt sie als Reaktion eine Verhaltensstörung.

Auf beide Reaktionsmuster der Katze reagieren die Übernehmer falsch. Sie beschuldigen und schelten die Katze, anstatt ihren Kindern andere Verhaltensmuster beizubringen. Die Katze wiederum versteht überhaupt nicht, was sie falsch gemacht haben soll.

Zum Schutze unserer vermittelbaren Katzen haben wir deshalb in Konsequenz beschlossen, Katzen generell nicht mehr in Haushalte mit Kleinkindern unter 6 Jahren abzugeben.

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