| 08.09.2006 |
Joschka & Wendy
Und wieder haben wir zwei ausgesetzte Geschwisterchen aufgenommen:
Joschka und seine Schwester Wendy wurden in der Torgauer Gartenanlage "Jenseits der Elbe" ausgesetzt. Ein Mann entdeckte die beiden Kleinen unter dem Bauwagen in seinem Garten. Er fütterte beide ca. eine Woche lang. Da in dieser Gartenanlage Katzen verboten sind, brachte er sie zwecks Vermittlung zu uns.
Hier zwei Photos aus der Quarantänebox der beiden Schlingel, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.
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| 06.09.2006 |
Gorbatschow, der Ausbrecher-König
Ende August 2006 wurde auf einem Grundstück in Stehla (Sachsen) ein kleiner Kater gefunden. Ein Nachfragen nach seinem Besitzer in der Umgebung blieb ohne Erfolg. Deshalb wurde er zwecks Vermittlung zu uns gebracht.
Danach stellte sich Folgendes heraus: Gorbatschow's Besitzer waren in Urlaub gefahren. Währenddessen wurde der Kater von Nachbarn versorgt, doch gelang es ihm, unbemerkt abzuhauen.
Gorbatschow ist nun wieder in seinem Zuhause; wie er hatte entwischen können, ist niemandem klar.
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| 04.09.2006 |
Kevin, "Ritter ohne Furcht und Tadel"
Der kleine Kater Kevin ist ´Schloßbesitzer´ geworden, und das kam so:
Kevin hielt es in seiner Quarantänebox nicht länger aus. Deshalb ließen wir ihn gestern für einige Zeit aus seiner Box heraus. Daraufhin rannte der Kleine nur noch unseren Füßen hinterher. Kein Weg war ihm zu weit! Bei der abendlichen Katzenfütterung sogar den langen Flur hinunter und herauf - immer tippelte er auf seinen winzigen Pfötchen neugierig hinterher, gurrend und zirpend...
Als er wieder in die Box musste, rüttelte er wie wild am Gitter und war schwer empört. Die beiden süßen Bilder haben wir daraufhin als Erinnerung gemacht.
Zum Glück kam bereits am nächsten Morgen eine nette Familie, die nach Verlust ihres alten Katers ein Familienmitglied suchten. Sie wohnen als Mieter in einem Schloß, nicht weit weg von uns. Auf diese Weise ist Kevin sozusagen 'Schlossbesitzer' geworden.
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| 03.09.2006 |
Notfall-Miezchen 'Candy'
Gestern Abend standen um 20.30 Uhr Leute aus Kathewitz vor der Türe des Tierheimes und wollten eine Fundmiez abgeben. Sie gehört in Kathewitz niemanden; in dem Ort gibt es 5 Familien, die sich alle kennen.
Candy ist eine mobile junge Katze. Auf den ersten Blick sahen wir nicht, was sich unter ihrem Bauch befand. Als unsere Tierheim-Leiterin Kathrin Walther den bei der Aufnahme einer Katze üblichen Gesundheits-Check durchführte (Flohbehandlung, Wurmkur, Ohrmilbenbehandlung), stellte sie mit Schrecken fest, dass die Katze einen Bruch am Bauch hatte, der sehr schlimm ausgestülpt war.
Die Enscheidung wurde sofort gefällt: Candy muss am Folgetag unverzüglich in der Tierklinik Wittenberg vorgestellt werden.
Frau Walther berichtet danach, die Tierärzte in der Tierklinik hätten noch nie so einen großen Bruch bei so einer kleinen Katze gesehen. Candy wurde umgehend operiert.
Wie Candy nach Kathewitz kam? Wir wissen es nicht. Möglich wäre, dass sich "jemand" die Tierarztkosten sparen wollte und Candy kurzerhand aussetzte.
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| 28.08.2006 |
Qualvoller Tod im ungesicherten Kippfenster
Gestern Morgen wurden wir von einer Bürgerin um dringende Hilfe gebeten: Sie hatte im gekippten Fenster einer Neubauwohnung in Arzberg eine Katze entdeckt, die mit ihren Hinterbeinen eingekleppt festhängte.
Laut Auskunft der Anwohner kommt die Besitzerin für gewöhnlich nur alle ein bis zwei Wochen nach Arzberg nach Hause. Zum gegebenen Zeitpunkt war sie nicht da; ihre Wohnung war verschlossen, und der Hausmeister, welcher einen Zweitschlüssel hätte, war im Urlaub.
Wir versprachen, dass sofort jemand vom Tierheim vorbeikäme, stellten aber auch klar, dass wir nicht befugt seien zu helfen, falls niemand zu Hause sei und wir nicht in die Wohnung, welche im 5. Obergeschoß lag, kämen.
Wir baten die Bürgerin, zwischenzeitlich unbedingt die Notrufzentrale anzurufen und amtsärztliche Hilfe anzufordern. Oder die Polizei. Leider weigerte sich die Dame, offiziell Hilfe anzufordern.
Deshalb riefen wir die Notrufzentrale an und schilderten den Fall. Währenddessen war unsere Tierheim-Leiterin Kathrin Walther bereits im PKW mit Transportbox unterwegs, um die evtl. verletzte Katze gleich zum Tierarzt zu bringen.
Kurz nach ihr traf die Feuerwehr am Ort des Geschehens ein. Da sich das Kippfenster mit der eingeklemmten Katze im 5. Obergeschoß befand, sah sich die Feuerwehr außerstande, von außen an die Katze heranzukommen; der Einsatz einer Drehleiter sei zu kostspielig.
Schließlich erschien der Bürgermeister der Gemeinde Arzberg, regelte die Sachlage mittels eines Anrufes bei der Polizei. Eine halbe Stunde später kam der Schlüsseldienst, welcher die Wohnung öffnete.
Der Bürgermeister, ein Kamerad der Feuerwehr und Frau Walther betraten die Wohnung: Die Katze war im Bad *eingesperrt* (!), Futter wurde keines gefunden (!), die Katzentoilette war total verdreckt.
Die Katze hing kopfüber nach innen, sie war tot, aber noch nicht lange, denn die Totenstarre war noch nicht eingetreten.
In der Zwischenzeit hatte ein Anwohner die Familie der Katzenbesitzerin informiert. Deshalb traf nun die Wohnungseigentümerin ein. Diese leerte erst einmal in aller Ruhe ihren überquellenden Briefkasten, ging dann gemütlich in ihre Wohnung hoch, wo sie keine Miene verzog und keine Menschenseele fragte, was eigentlich los sei.
Anbei ein Photo der toten Katze - völlig ausgemergelt. Wir haben sie gewogen: ein ausgewachsenes Tier, das keine 2,4 kg auf die Waage bringt!!! Die arme Miez ist also nicht nur jämmerlich zu Tode gekommert, sondern hat ein Leben voller Hunger hinter sich. Wer weiß, wie oft und was ihr überhaupt in ihrem erbärmlichen Leben zum Fressen vorgesetzt worden ist!
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