| 23.01.2007 |
Letzte Photos von Kater Nero
Nero hat innerhalb der letzten 1,5 Tagen - eingekuschelt und umsorgt von seinen Freunden - sehr abgebaut. Der ehemals sehr kräftige Kater ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Mit ihm geht es nun wirklich zu Ende. Wir haben ihn heute den ganzen Vormittag beobachtet und gestreichelt.
Heute früh lag er auf dem Sofa, zwei Katzen um sich herum. Nero ist so "wenig" geworden, dass er kaum zu sehen war zwischen den anderen beiden kräftigen Miezen.
Heute hat er sich sogar von Kathrin Walther anfassen lassen, ging nicht weg. Kathrin Walther gilt unter den Miezchen als "Katzenschreck", weil sie immer die "Böse" ist, welche an unseren Patienten die medizinischen Behandlungen durchführt. Schüchterne und verängstige Katzen - wie Nero - sind immer sofort verschwunden, sobald Kathrin ihre Zimmertüre öffnet.
Wir werden Nero heute zum Tierarzt fahren und ihn in unserem Armen einschlafen lassen. Wir haben ihm von seiner bevorstehenden Reise erzählt und Nero mental darauf vorbereitet. Er ist ganz ruhig.
Nero hat hier eine gute Zeit gehabt - der große starke Nero mit dem stahlharten Körper, vor dem alle Respekt hatten: alle Menschen und alle Katzen. Nero ließ sich bei uns im Tierheim anfangs ausschließlich von Vera M. Besler streicheln, später dann auch von Brigitte Bussenius. Alle anderen Menschen hielt sich Nero konsequent auf Abstand.
Auf den Photos von heute Morgen verabschieden sich Nero's Freunde.
Nero's Geschichte: Nero stammt aus einer Gartenanlage, wo er sowie andere Katzen von einem netten Bürger gefüttert wurden. Zum damaligen Zeitpunkt war Nero bereits ein ausgewachsener Kater. Eines Tages kam ein Hilferuf zu uns von besagtem Bürger: Er wurde bedroht, weil er sich der Tiere angenommen hatte! Manchmal fielen Schüsse in der Gartenanlage, und tatsächlich verschwanden auch Katzen. Einer der Gartenbesitzer drohte, die Katzen mit dem Spaten zu erschlagen. Uns war bewusst, dass die Beweise für eine Anzeige bei den Behörden nicht ausreichten. Um Nero davor zu bewahren, auf bestialische Weise ermordet zu werden, nahmen wir ihn bei uns auf.
Geboren: vermutlich 1996
Aufnahme ins Tierheim: 30.03.2001
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| 18.01.2007 |
Neues zu Sorgenkaterchen Nero
Aus der Tierklinik Wittenberg gibt's Neuheiten zu unserem Sorgenkind Nero:
* Seine Nierenwerte sind in Ordnung.
* Die Werte seiner Leber und seiner Bauchspeicheldrüsen sind etwas aus der Norm, aber nicht so stark, dass durch sie Nero's Untergewicht erklärt werden könnten.
Nun müssen wir eine Kotprobe abgeben, damit abgeklärt werden kann, ob Nero irgend einen Nahrungsbestandteil im Verdauungsprozeß nicht aufspalten kann.
Eine weitere Möglichkeit: kleine Tumore im Darm, die nicht fühlbar sind; das Röntgen ergab keine Befunde.
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| 12.01.2007 |
Scheu, scheuer, am scheusten...
Unsere Vereinsvorsitzende Vera M. Besler hat heute versucht, die Katzenteenager Higgins, Manolo, Blini, Pepita, Peppone, Robin und Cora zu photographieren, wie sie gemütlich beim Mittagsschlaf zusammengekuschelt auf dem Sofa in ihrem Zimmer Nummer 7 liegen.
Abgesehen von Cora sind jedoch alle Bewohner dieses Zimmers scheu, sodass man bereits mit dem Öffnen der Tür die meisten verscheucht, trotz aller Vorsicht.
Deshalb musste das Photo durch die Scheibe aufgenommen werden.
Higgins, Manolo, Blini, Pepita, Peppone sind superhübsche Katzengeschwister, doch da sie alle den Menschen nicht an sich heranlassen, sind diese so auch unsere besonderen Sorgenkinder. Wir setzen alles daran, sie zu zähmen und an den Menschen zu gewöhnen. Da wir für diese aufwändige Zusatzarbeit jedoch kaum Zeit finden und sich auch keine freiwilligen Helfer finden lassen, stehen die Chancen schlecht.
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| 10.01.2007 |
Sorgenkind Marko
Kathrin Walther hat Kater Marko gestern in der Tierklinik Wittenberg vorgestellt. Mit seinem Gesundheitszustand sind wir schon länger nicht zufrieden.
Er wurde "schlafen" gelegt, und so konnte sein teilweise filziges Fell mal gut gekämmt werden (er duldet es ansonsten nicht, gekämmt zu werden).
Marko's Fußballen haben eine seltene Krankheit; sie sind ständig geschwollen, weshalb dem armen Katerchen das Gehen Schmerzen bereitet.
Marko wird nun von uns während 10 Tagen mit Kortison und Antibiotika behandelt.
Des weiteren sind Marko's Harnstoffwerte erhöht; seine Nierenwerte liegen an der Grenze zum Krankhaften, weshalb er in der Tierklinik Wittenberg eine Infusion erhielt.
Marko ist nun bei uns in der Krankenstation. Er lässt sich von uns streicheln und freut sich auch darüber - man muß sich ihm aber sehr behutsam nähern.
In 10 Tagen wird Marko noch einmal in der Tierklink Wittenberg vorgestellt werden.
Das Photo stammt von heute. Marko saß in seiner Quarantänebox zwar in seinem Kistchen, ließ sich aber streicheln.
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| 08.01.2007 |
Nena im Katzenhimmel
Leider haben wir heute aus der Tierklinik Wittenberg eine sehr traurige Nachricht erhalten: Nena's Nieren sind leider am Ende. Zusätzlich ist Nena von ihrem wochenlangen Aufenthalt in klirrender Winterkälte durch eine Erkältung geschwächt - sie kann nicht einmal mehr aufstehen.
Trotz der großen Mühe, die die Tierärzte in dieser Klinik jeden Tag angehen, um das Unmögliche doch noch wahr zu machen, gibt es für Nena keine Rettung. Sie würde noch ein, zwei Tage leben, aber unter Schmerzen und ohne Kraft. Da wir der Kleinen nach einem leider sehr kurzen und wohl qualvollen Leben einen qualvollen Tod ersparen wollten, wurde Nena heute eingeschläfert.
Wir werden sie in liebevoller Erinnerung behalten. Nena ist für uns ein Symbol für den Sinn unserer täglichen Tierschutzarbeit - ohne eine "Rettungsinsel" wie unser Tierheim erginge es vielen ausgesetzten Katzen gleich wie Nena.
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